Datenschutz

In den Zeiten automatisierter Datenverarbeitungsprozesse werden personenbezogene Daten immer intensiver erhoben und genutzt. Dies kann zu tiefgreifenden Eingriffen in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen führen. Um diese Eingriffe zu begrenzen, wurde das Bundesdatenschutzgesetz erlassen. Es sieht für die Betroffenen umfangreiche Rechte, wie z. B. Auskunfts-, Änderungs- und Löschungsrechte vor, aber auch Schadenersatzansprüche für die Betroffenen, wenn ihre personenbezogenen Daten unter Verletzung des Bundesdatenschutzgesetzes genutzt werden und den betroffenen Personen hierdurch ein Schaden zugefügt wurde. Das Datenschutzgesetz sieht aber auch für die Unternehmen (verantwortliche Stelle) die Daten erheben, restriktive Regelungen vor, unter deren Einhaltung Daten erhoben und genutzt werden dürfen. Verantwortliche Stellen, in denen regelmäßig mehr als neun Mitarbeiter personenbezogene Daten erheben oder nutzen, sind z. B. verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu benennen.

Diese Benennung hat grundsätzlich vor der Aufnahme der Datenverarbeitung, spätestens jedoch innerhalb eines Monats nach Beginn der Datenverarbeitungs--prozesse zu erfolgen. Wird ein Datenschutzbeauftragter nicht oder nicht rechtzeitig bestellt, so drohen Bußgelder i. H. v. von bis zu 25.000,00 €.

 
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